Hilfe Viren: Was ist dieses Virale Marketing?

18.05.2015 | Social Trend

Von Viralem Marketing hat jeder schon mal gehört. Es ist sehr toll und wichtig und das Marketing der Zukunft.

Doch was verbirgt sich hinter dem Begriff wirklich? Wie funktioniert Virales Marketing?

Dieser Artikel liefert einen einfachen Einstieg und verständlichen Überblick.

Viral bedeutet übertragenen Sinn: Verhalten, Prozesse und Konzepte, die dem Ausbreitungsverhalten von Viren ähneln.
Marketing ist gemäß der Definition im Gabler Wirtschaftslexikon die konsequente Ausrichtung des gesamten Unternehmens an den Bedürfnissen des Marktes.
Also richten wir unser Unternehmen beim Viralen Marketing am Verhalten von Viren aus? In der Tat wird Virales Marketing auch als Virenmarketing bezeichnet.

Beginnen wir das Ganze doch mal mit einem Sachverhalt aus dem täglichen Leben:

Ute war jahrelang Stammgast beim Friseur Müller. Leider musste dieser aus Altersgründen sein Geschäft vor zwei Jahren schließen. Seit dem ist Ute auf der Suche nach einem neuen Friseur. Vor 2 Wochen – im Fitness-Studio – diskutierte sie mit Ihrer Freundin darüber, welche Friseure in der Gegend die besten sind. Im Laufe des Gesprächs schalteten sich immer mehr Leute im Studio ein und eine wilde Diskussion entstand. Am Ende kristallisierten sich zwei gute Empfehlungen heraus. Ute wird diese wohl demnächst testen.
Es ist soweit: Ute muss wieder zum Friseur. Diesmal hat sie einen Termin beim Friseur Walter gemacht, weil dieser beim Gespräch im Fitness-Studio am besten abgeschnitten hat. Der Friseur überzeugte sie komplett. Nett und sympathisch, kompetent und schnell – und das Ganze noch zu einem super günstigen Preis. Natürlich musste sie darauf hin ihren Freundinnen direkt davon erzählen. Im Laufe der nächsten Tage hat sie, egal ob in Telefonaten oder bei persönlichen Treffen, immer wieder vom Friseur Walter geschwärmt.
In dieser Geschichte finden gleich zwei Situationen statt, auf die sich das virale Marketing übertragen lassen:
1. Der Erfahrungsaustausch zur Suche des Friseurs
2. Die Mund-zu-Mund-Propaganda zum Lob des Friseurs
Genau so funktioniert Virales Marketing. Eine Botschaft wird von Einem zum Nächsten weitergetragen. Der Virus verbreitet sich von selbst.

Nun übertragen wir das Beispiel auf die digitale Welt:

Ute postet in ihren Facebook-Status: “Kennt jemand einen guten Friseur?” Sie hat 230 Freunde. 5 Freunde davon drücken auf “gefällt” mir. All diese Freunde haben auf ihrer eigenen Freundesliste wiederum 150 bis 300 Kontakte. Durch 5 x “gefällt mir” sehen die insgesamt 750-1.500 weiteren Freunde von Utes Freunden auch, dass Ute einen Friseur sucht. Die ersten Antworten kommen schnell. Auch hier erscheint jedesmal, wenn jemand eine Antwort schreibt, die Diskussion in seinem News-Feed, sichtbar für alle seine Freunde. An der Diskussion beteiligen sich im Laufe der Zeit immer mehr. Die Menge der Personen, die von der Suche nach einem Friseur mitbekommen und daran mitwirken, steigt immer mehr. Hier hat das Virus eine Epidemie ausgelöst.
Nach dem Friseur-Termin postet Ute bei Facebook ein Foto von ihrer neuen Frisur und kommentiert es mit “Endlich habe ich mit Friseur Walter wieder einen tollen Haarschnitt”. Auf das Foto bekommt sie von ihren 230 Freunden insgesamt 53 Likes. Dadurch hat sie mit dem Foto durch einen einzigen Post – unter der Annahme, dass jeder ihrer Freunde rund 150 – 300 Kontakte hat – insgesamt knapp 8.000 bis 15.000 Leute erreicht. Durch lediglich einen einzelnen Post, haben so eine große Menge an Personen von ihrer neuen Frisur und ihrem Lob an den Friseur Walter erfahren.
Dieser Effekt könnte natürlich parallel auch noch bei Plattformen wie Instagram, Twitter und vielen weiteren Medien auftreten. Vielleicht hat der Friseur Walter den Post auch gesehen und auf seiner Facebookseite des Friseursalons mit 2.000 Fans geteilt. Hier hat diese Botschaft dann nochmal 200 Likes durch die Fans des Salons generiert. Dadurch sind nochmal über 50.000 weitere Personen auf das Lob aufmerksam geworden. DAS ist eine Ausbreitung von Viren. DAS ist virales Marketing.

Und was heißt das jetzt für eine Social Media Strategie?

Social Media richtig betreiben heißt auf Virales Marketing setzen. Die Bedeutung von viralem Marketing steigt dauernd. Infos zu den folgeschweren Content Updates bei Facebook kann man auch hier nachlesen.
Eine Homepage und Social Media unterscheiden sich vom Grund auf. Während eine Homepage wichtig ist um Daten gut aufbereitet und Produkt oder Geschäftsmodell passend zu präsentieren, sorgt Social Media mit Viralem Marketing dafür, dass Besucher auf die Homepage gelangen und die Informationen des Werbetreibenden weitergeben. Aus Viralem Marketing kann man einen großen Nutzen ziehen, sofern man die Werkzeuge richtig einsetzt. Falsch eingesetzt kann natürlich eine Werbeaktion auch nach hinten losgehen (Shitstorm).
Beim Viralen Marketing haben wir es mit Menschen zu tun. Menschen müssen motiviert werden und als Fürsprecher gewonnen werden. Aufrichtigkeit und Glaubwürdigkeit sind das A und O.

ähnliche Artikel zum Thema virales Marketing:
-> sozial, asozial und digital: Wie sozial ist Social Media wirklich?
-> Social Youth: Zeitreise zurück in die Jugend

Cookies & Skripte von Drittanbietern

Diese Website verwendet Cookies. Für eine optimale Performance, eine reibungslose Verwendung sozialer Medien und aus Werbezwecken empfiehlt es sich, der Verwendung von Cookies & Skripten durch Drittanbieter zuzustimmen. Dafür werden möglicherweise Informationen zu Ihrer Verwendung der Website von Drittanbietern für soziale Medien, Werbung und Analysen weitergegeben.
Weitere Informationen finden Sie unter Datenschutz und im Impressum.
Welchen Cookies & Skripten und der damit verbundenen Verarbeitung Ihrer persönlichen Daten stimmen Sie zu?

Sie können Ihre Einstellungen jederzeit unter Datenschutz ändern.